Geschichte

Geschichte

Das Max-Planck-Haus in Tübingen wurde 1962 auf Initiative des Botanikers Georg Melchers eröffnet. Von Beginn an war es als gemeinsames Dach für die Institute auf dem Waldhäuser Berg gedacht: ein Ort, an dem Gästezimmer, Mensa, Hörsaal und Bibliothek nicht nur praktische Infrastruktur boten, sondern auch das Miteinander stärkten. Über Jahrzehnte hinweg wurde es so zum Herzstück des Campus, an dem sich internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler begegneten und die Gemeinschaft der Max-Planck-Institute in Tübingen sichtbar wurde.

Nach fast 60 Jahren wurde das Gebäude 2022 abgetragen, um Platz für einen Neubau zu schaffen. Dieser knüpft bewusst an die ursprüngliche Idee an und öffnet zugleich ein neues Kapitel: Mit 28 Gästezimmern, einer Kantine für rund 250 Personen, einer zentralen Fachbibliothek sowie modernen Konferenz- und Tagungsräumen bietet das neue Haus optimale Bedingungen für Forschung und Austausch. Der große Vortragssaal fasst etwa 180 Gäste und ist mit modernster Medientechnik ausgestattet. Damit wird das Max-Planck-Haus erneut zum gemeinsamen Zentrum für die heute vier Institute – Biologie, Biologische Kybernetik, Intelligente Systeme und das Friedrich-Miescher-Laboratorium.

Besonderes Augenmerk liegt auf Nachhaltigkeit: Durch Betonkernaktivierung zur Kühlung und Heizung, dezentrale Warmwasserbereitung und energieeffiziente Systeme erfüllt das Gebäude die Standards für eine DGNB-Gold-Zertifizierung. So bleibt das Max-Planck-Haus ein Ort der Gastfreundschaft, des Austauschs und der Inspiration – und verkörpert die Idee des gemeinsamen Dachs, das die Institute seit den 1960er Jahren verbindet und in Zukunft noch stärker zusammenführen wird.

Zur Redakteursansicht